Sightseeing? Sheepseeing!

Die Schafe, die im Englischen Garten gehütet werden, sind ein Anziehungspunkt für Groß und Klein, für Jung und Alt, für Einheimische und Besucher der Stadt und so ist es kein Wunder, dass viele Menschen ganz gezielt zum Gucken, zum Sheepseeing kommen.

Kinder staunen über die wolligen Tiere, viele möchten sie streicheln oder füttern, und gerade die noch kleinen Lämmer sind eine Attraktion. Die Erwachsenen beobachten die Herde und kommen mit allen möglichen Fragen. Die Nummer 1 aller Fragen lautet: Wie viele Tiere sind das wohl? Diese Auskunft wird häufig von Männern verlangt, und es bleibt dann auch meist bei dieser Frage.

Andere Fragen, die mir in letzter Zeit gestellt wurden:

  • Was ist das für ein Hund?
  • Wie lange bleibt die Herde hier?
  • Wo sind die Schafe im Winter?
  • Wann kommen sie in den Stall?
  • Würden Sie einen Border Collie als Familienhund empfehlen?
  • Was passiert mit der Wolle?
  • Warum laufen jetzt alle los? Wo gehen sie hin?
  • Kann ich das Schäfchen mal streicheln?
  • Darf ich mal auf die Koppel und zu den Schafen gehen?
  • Was wird da gerade mit den Tieren gemacht?
  • Warum haben manche Schafe lange Schwänze und andere nicht?
  • Wo gibt es Schäferbekleidung zu kaufen?
  • Sind die Herbstzeitlosen nicht gefährlich für die Tiere?
  • Ist da Strom auf dem Zaun?
  • Ist das Tier dort nicht eine Ziege?
  • Warum haben manche Tiere farbige Markierungen? Was bedeuten diese?
  • Übernachten Sie im Wohnwagen?

Die Menschen sind wirklich interessiert und manchmal entwickeln sich nette, wenn auch nur kurze Gespräche aus diesen Fragen, denn auch bei der gekoppelten Herde ist zu viel Ablenkung nicht hilfreich. Es schadet nicht, immer ein Auge auf die Tiere zu haben und zu beobachten, was vor sich geht. Unruhe entsteht oft durch Spaziergänger-Hunde, die am Zaun Theater machen und die Schafe erschrecken, aber auch, weil die Leittiere entscheiden, dass es Zeit ist, in die andere Richtung zu ziehen, um dort weiter zu fressen.

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An diesem frühen Nachmittag hat sich ein Großteil der Herde satt und zufrieden zum Wiederkäuen hingelegt – Mittagspause gewissermaßen – während es etwas abseits, unbemerkt von den Besuchern, still und heimlich eine Geburt gegeben hat.

DSC00457.JPGMutter und Kind sind wohlauf, und das Schaf ist sehr besorgt um sein Kleines. Während sich das Lamm auf noch wackeligen Beinen schon neugierig umschaut, wird es von seiner Mama weiter  sorgfältig sauber geschleckt. Zwischendurch brummt sie leise vor sich hin, gibt Töne von sich, die wohl nur für ihr Lämmchen bestimmt sind. Andere Schafe, die sich nähern und das neue Mitglied der Herde scheinbar begrüßen und begutachten wollen, werden von der stolzen Mutter unmißverständlich auf Abstand gehalten. Der Schäfer wird sich freuen, denn dieses Schaf ist ein gutes Muttertier und das Lamm kräftig und gesund genug, um im beginnenden Herbst in der Herde aufzuwachsen.

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